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Lebenslauf richtig aufbauen: Reihenfolge und Inhalte

Ein deutscher Lebenslauf ist tabellarisch und antichronologisch: Die neueste Station steht oben. Wer diese Reihenfolge einhält und die üblichen Abschnitte nutzt, macht es Personalverantwortlichen und Bewerbermanagement-Systemen leicht.

Kurz beantwortet

In welcher Reihenfolge stehen die Abschnitte?
Üblich ist: persönliche Daten und Kontakt, Kurzprofil (optional), Berufserfahrung, Ausbildung, Weiterbildungen, Kenntnisse, Sprachen, optional Ehrenamt und Interessen, am Ende Ort, Datum und Unterschrift.
Warum antichronologisch?
Die neueste Station kommt zuerst, weil sie für die Stelle meist am wichtigsten ist und Leser sie ohne Suchen finden.
Welche Angaben sind Pflicht, welche freiwillig?
Gesetzlich vorgeschrieben ist nichts. Erwartet werden Name, Kontaktdaten, Werdegang, Kenntnisse und Sprachen. Foto, Geburtsdatum, Familienstand, Staatsangehörigkeit und Religion sind freiwillig.
Wie lang darf ein Lebenslauf sein?
Ein bis zwei Seiten. Berufseinsteiger kommen meist mit einer Seite aus, sehr erfahrene Fach- und Führungskräfte brauchen selten mehr als drei.
Datumsformat und Gestaltung
Zeiträume einheitlich mit Monat und Jahr angeben, zum Beispiel 04/2022 – heute. Eine klare Schrift in 10 bis 12 Punkt und eine einspaltige Gliederung sind am besten lesbar.

In welcher Reihenfolge stehen die Abschnitte?

Kurz gesagt: Üblich ist: persönliche Daten und Kontakt, Kurzprofil (optional), Berufserfahrung, Ausbildung, Weiterbildungen, Kenntnisse, Sprachen, optional Ehrenamt und Interessen, am Ende Ort, Datum und Unterschrift.

  1. Persönliche Daten und Kontakt: Name, Anschrift oder Wohnort, Telefon, E-Mail, gegebenenfalls LinkedIn oder XING.
  2. Kurzprofil (optional): zwei bis vier Sätze, wer du beruflich bist und was du suchst. Siehe Kurzprofil im Lebenslauf.
  3. Berufserfahrung: Stationen mit Zeitraum, Position, Arbeitgeber, Ort und drei bis fünf Stichpunkten.
  4. Ausbildung: Studium, Berufsausbildung, Schulabschluss, jeweils mit Abschluss und Zeitraum.
  5. Weiterbildungen und Zertifikate
  6. Kenntnisse und Fähigkeiten: Fachwissen, Software, Methoden.
  7. Sprachen mit Niveau, siehe Sprachkenntnisse angeben.
  8. Ehrenamt, Projekte, Interessen (optional)
  9. Ort, Datum, Unterschrift (optional, aber verbreitet), siehe Unterschrift im Lebenslauf.

Berufseinsteiger stellen die Ausbildung vor die Berufserfahrung, weil sie dort mehr zu zeigen haben. Wer schon einige Jahre arbeitet, beginnt mit der Berufserfahrung.

Warum antichronologisch?

Kurz gesagt: Die neueste Station kommt zuerst, weil sie für die Stelle meist am wichtigsten ist und Leser sie ohne Suchen finden.

Innerhalb jedes Abschnitts beginnst du mit dem aktuellen Eintrag und gehst zurück. Ein laufender Job bekommt als Ende „heute“. Im Lebenslauf-Editor sortiert der Menüpunkt „Nach Datum sortieren“ die Einträge automatisch, und der Lebenslauf-Check meldet falsche Reihenfolgen.

Welche Angaben sind Pflicht, welche freiwillig?

Kurz gesagt: Gesetzlich vorgeschrieben ist nichts. Erwartet werden Name, Kontaktdaten, Werdegang, Kenntnisse und Sprachen. Foto, Geburtsdatum, Familienstand, Staatsangehörigkeit und Religion sind freiwillig.

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz soll Benachteiligungen etwa wegen Alters, Geschlechts oder Herkunft verhindern. Deshalb fragen viele Arbeitgeber Angaben wie Foto oder Geburtsdatum nicht mehr ab, und du entscheidest selbst, ob du sie nennst. Religion und Konfession gehören nur bei kirchlichen Arbeitgebern in den Lebenslauf, wenn sie dort ausdrücklich verlangt werden. Mehr zum Foto in Foto im Lebenslauf: ja oder nein?

Wie lang darf ein Lebenslauf sein?

Kurz gesagt: Ein bis zwei Seiten. Berufseinsteiger kommen meist mit einer Seite aus, sehr erfahrene Fach- und Führungskräfte brauchen selten mehr als drei.

Kürze ältere oder fachfremde Stationen auf eine Zeile, statt Schriftgröße und Ränder zu quetschen. Die Funktion „Auto-Layout anwenden“ im Editor passt Abstände so an, dass keine fast leere letzte Seite entsteht.

Datumsformat und Gestaltung

Kurz gesagt: Zeiträume einheitlich mit Monat und Jahr angeben, zum Beispiel 04/2022 – heute. Eine klare Schrift in 10 bis 12 Punkt und eine einspaltige Gliederung sind am besten lesbar.

Einheitlichkeit ist wichtiger als das genaue Format: entweder überall „04/2022“ oder überall „Apr. 2022“. Bewerbermanagement-Systeme rechnen mit Monatsangaben die Berufsjahre genauer aus, siehe ATS-konformer Lebenslauf.

Muster-Gliederung zum Übernehmen

Lena Brandt
Senior Projektmanagerin E-Commerce
Lindenallee 14, 50668 Köln · +49 151 2345 6789 · lena.brandt@example.com

PROFIL
Projektmanagerin mit acht Jahren Erfahrung im Online-Handel …

BERUFSERFAHRUNG
04/2022 – heute   Senior Projektmanagerin E-Commerce, Rheinwerk Handel GmbH, Köln
                  • Shop-Relaunch mit 9 Personen geleitet, Umsatz pro Besuch +18 %
08/2018 – 03/2022 Projektmanagerin Online-Marketing, Nordlicht Media AG, Düsseldorf

AUSBILDUNG
10/2014 – 09/2016 M.Sc. Betriebswirtschaftslehre, Universität zu Köln (Note 1,7)

KENNTNISSE · SPRACHEN · INTERESSEN …

Köln, 27.10.2026   [Unterschrift]

Das vollständige Beispiel (eine erfundene Person) ist im Lebenslauf-Editor vorausgefüllt. Du kannst es überschreiben oder über das Menü einen leeren Lebenslauf anlegen.

Häufige Fragen

Muss der Lebenslauf tabellarisch sein?

Für Bewerbungen in Deutschland ja. Ein ausformulierter Lebenslauf in Fließtext wird nur noch selten verlangt, zum Beispiel für manche Stipendien oder Verbeamtungen, und dann ausdrücklich in der Ausschreibung.

Gehören Grundschule und Noten in den Lebenslauf?

Die Grundschule nicht. Den höchsten Schulabschluss ja, die Note nur, wenn sie gut ist oder für Ausbildung und Berufseinstieg zählt. Mit Studienabschluss reicht beim Schulabschluss oft eine Zeile.

Wie aktuell muss der Lebenslauf sein?

Er sollte den Stand am Tag der Bewerbung zeigen. Das Datum neben der Unterschrift sollte zum Versanddatum passen.

Quellen und weiterführende Informationen