Vorstellungsgespräch: die häufigsten Fragen und gute Antworten
Die meisten Fragen im Vorstellungsgespräch lassen sich vorhersehen. Wer sie vorher durchdenkt, antwortet ruhiger und konkreter – das ist der größte Vorteil, den man sich verschaffen kann.
Kurz beantwortet
- Die häufigsten Fragen
- Fast immer kommen: Erzählen Sie etwas über sich. Warum diese Stelle und dieses Unternehmen? Was sind Ihre Stärken und Schwächen? Warum möchten Sie wechseln? Warum sollten wir Sie einstellen? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? Haben Sie Fragen an uns?
- „Warum sollten wir Sie einstellen?“
- Verbinde zwei bis drei Anforderungen der Stelle mit je einem Beleg aus deiner Erfahrung und schließe mit dem Nutzen für das Unternehmen. Kein Vergleich mit anderen Bewerbern.
- Welche Fragen stelle ich selbst?
- Zwei bis drei echte Fragen zur Aufgabe, zum Team und zur Einarbeitung zeigen Interesse. Fragen nach Urlaub oder Homeoffice besser erst, wenn das Gegenüber sie anspricht oder es um die Zusage geht.
- Unzulässige Fragen
- Fragen nach Schwangerschaft, Familienplanung, Religion, Parteizugehörigkeit, sexueller Orientierung oder Gesundheit (ohne Bezug zur Tätigkeit) sind in der Regel unzulässig. Darauf musst du nicht wahrheitsgemäß antworten.
Die häufigsten Fragen
Kurz gesagt: Fast immer kommen: Erzählen Sie etwas über sich. Warum diese Stelle und dieses Unternehmen? Was sind Ihre Stärken und Schwächen? Warum möchten Sie wechseln? Warum sollten wir Sie einstellen? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? Haben Sie Fragen an uns?
| Frage | Worauf es ankommt |
|---|---|
| „Erzählen Sie etwas über sich.“ | Zwei Minuten beruflicher Werdegang mit rotem Faden bis zu dieser Stelle, kein Privatleben |
| „Warum bewerben Sie sich bei uns?“ | Konkreter Bezug zum Unternehmen, nicht „gute Work-Life-Balance“ |
| „Warum wollen Sie wechseln?“ | Nach vorn schauen: was du suchst, nicht über den alten Arbeitgeber schimpfen |
| „Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?“ | Entwicklung, die zur Stelle passt |
| „Was sind Ihre Gehaltsvorstellungen?“ | Eine recherchierte Zahl, siehe Gehalt verhandeln |
Zu Stärken und Schwächen gibt es eine eigene Seite: Stärken und Schwächen im Vorstellungsgespräch.
„Warum sollten wir Sie einstellen?“
Kurz gesagt: Verbinde zwei bis drei Anforderungen der Stelle mit je einem Beleg aus deiner Erfahrung und schließe mit dem Nutzen für das Unternehmen. Kein Vergleich mit anderen Bewerbern.
Beispiel: „Sie suchen jemanden, der den Online-Shop weiterentwickelt und ein Team führt. Genau das habe ich in den letzten vier Jahren getan: Unter meiner Leitung ist der Umsatz pro Besuch um 18 % gestiegen, und ich habe neun Personen aus IT und Marketing koordiniert. Diese Erfahrung möchte ich bei Ihnen einbringen.“
Bewährt hat sich die STAR-Methode: Situation, Aufgabe, Handlung, Ergebnis – kurz erzählt, mit Zahl am Ende.
Welche Fragen stelle ich selbst?
Kurz gesagt: Zwei bis drei echte Fragen zur Aufgabe, zum Team und zur Einarbeitung zeigen Interesse. Fragen nach Urlaub oder Homeoffice besser erst, wenn das Gegenüber sie anspricht oder es um die Zusage geht.
- Woran würden Sie nach sechs Monaten erkennen, dass ich gute Arbeit mache?
- Wie sieht die Einarbeitung aus?
- Mit wem arbeite ich am engsten zusammen?
- Was sind die größten Herausforderungen in den nächsten Monaten?
- Wie geht es nach diesem Gespräch weiter?
Unzulässige Fragen
Kurz gesagt: Fragen nach Schwangerschaft, Familienplanung, Religion, Parteizugehörigkeit, sexueller Orientierung oder Gesundheit (ohne Bezug zur Tätigkeit) sind in der Regel unzulässig. Darauf musst du nicht wahrheitsgemäß antworten.
Hintergrund ist unter anderem das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz. Du kannst freundlich zurückfragen, was die Frage mit der Stelle zu tun hat. Bei Benachteiligungen hilft die Antidiskriminierungsstelle des Bundes.
Vorbereitung: was mitnehmen, was anziehen?
- Lebenslauf und Anschreiben ausgedruckt, die Stellenanzeige, eigene Fragen, Notizblock
- Kleidung eine Stufe formeller als im Arbeitsalltag der Firma
- Route und Zeit planen, zehn Minuten vorher da sein; bei Videogesprächen Technik, Licht und Hintergrund testen
- Lebenslauf noch einmal lesen: Jede Station solltest du in zwei Sätzen erklären können
Häufige Fragen
Wie lange dauert ein Vorstellungsgespräch?
Meist 45 bis 60 Minuten. Zweite Gespräche, Fachgespräche oder ein Assessment-Center können mehrere Stunden dauern.
Was ist meine größte Schwäche – was antworte ich?
Eine echte, nicht entscheidende Schwäche nennen und zeigen, wie du daran arbeitest. Details und Beispiele auf der Seite zu Stärken und Schwächen.
Darf ich im Gespräch Notizen machen?
Ja. Kurze Notizen wirken interessiert. Ein Blick auf vorbereitete Fragen am Ende ist ebenfalls in Ordnung.