Häufige Fragen zur Bewerbung
Hier stehen die Fragen, die Arbeitssuchende am häufigsten im Netz stellen, jeweils mit einer kurzen Antwort. Ausführlichere Erklärungen, Beispiele und Quellen findest du auf der verlinkten Ratgeberseite.
Lebenslauf
In welcher Reihenfolge stehen die Abschnitte?
Üblich ist: persönliche Daten und Kontakt, Kurzprofil (optional), Berufserfahrung, Ausbildung, Weiterbildungen, Kenntnisse, Sprachen, optional Ehrenamt und Interessen, am Ende Ort, Datum und Unterschrift. Mehr dazu
Warum antichronologisch?
Die neueste Station kommt zuerst, weil sie für die Stelle meist am wichtigsten ist und Leser sie ohne Suchen finden. Mehr dazu
Welche Angaben sind Pflicht, welche freiwillig?
Gesetzlich vorgeschrieben ist nichts. Erwartet werden Name, Kontaktdaten, Werdegang, Kenntnisse und Sprachen. Foto, Geburtsdatum, Familienstand, Staatsangehörigkeit und Religion sind freiwillig. Mehr dazu
Wie lang darf ein Lebenslauf sein?
Ein bis zwei Seiten. Berufseinsteiger kommen meist mit einer Seite aus, sehr erfahrene Fach- und Führungskräfte brauchen selten mehr als drei. Mehr dazu
Muss der Lebenslauf tabellarisch sein?
Für Bewerbungen in Deutschland ja. Ein ausformulierter Lebenslauf in Fließtext wird nur noch selten verlangt, zum Beispiel für manche Stipendien oder Verbeamtungen, und dann ausdrücklich in der Ausschreibung. Mehr dazu
Gehören Grundschule und Noten in den Lebenslauf?
Die Grundschule nicht. Den höchsten Schulabschluss ja, die Note nur, wenn sie gut ist oder für Ausbildung und Berufseinstieg zählt. Mit Studienabschluss reicht beim Schulabschluss oft eine Zeile. Mehr dazu
Wie aktuell muss der Lebenslauf sein?
Er sollte den Stand am Tag der Bewerbung zeigen. Das Datum neben der Unterschrift sollte zum Versanddatum passen. Mehr dazu
Muss man im Lebenslauf Monate angeben?
Es ist kein Muss, aber üblich und empfehlenswert. Nur Jahreszahlen wirken, als sollten Lücken verdeckt werden, und Bewerbermanagement-Systeme rechnen mit Monaten genauer. Mehr dazu
Muss man im Lebenslauf alle Jobs angeben?
Nein. Relevante Stationen gehören hinein; kurze oder fachfremde Nebenjobs darfst du weglassen, solange keine auffällige Lücke entsteht. Mehr dazu auf der Seite „Darf man im Lebenslauf etwas weglassen?“. Mehr dazu
Was macht ein ATS mit dem Lebenslauf?
Es liest den Text aus der Datei, erkennt Abschnitte wie Berufserfahrung und Ausbildung, übernimmt Name, Kontakt, Stationen, Zeiträume und Kenntnisse in ein Profil und macht sie durchsuchbar. Mehr dazu
Woran erkenne ich, ob ein Unternehmen ein ATS nutzt?
Meist an einem Online-Formular auf der Karriereseite, in das du Dateien hochlädst und Felder ausfüllst. Bewerbungen per E-Mail an eine Person werden seltener automatisch ausgelesen. Mehr dazu
Sind Fotos und Farben ein Problem für ein ATS?
Nein, solange alle Informationen auch als Text vorhanden sind. Das Foto wird ignoriert, Farben spielen für das Auslesen keine Rolle. Mehr dazu
Wie prüfe ich meinen Lebenslauf selbst?
Öffne das PDF, markiere alles und kopiere es in einen Texteditor. Stimmt die Reihenfolge, und sind Name, Kontakt, Stationen und Zeiträume vollständig? Im Lebenslauf-Editor zeigt die ATS-Ansicht genau das ohne Umweg. Mehr dazu
Ab wann ist es eine Lücke?
Zeiten bis etwa drei Monate zwischen zwei Stationen gelten als normaler Übergang. Längere Zeiträume solltest du mit einer kurzen Angabe füllen. Mehr dazu
Muss ich Arbeitslosigkeit im Lebenslauf angeben?
Du musst nichts angeben, aber eine längere Lücke ohne Erklärung wirft Fragen auf. Eine neutrale Formulierung wie „Berufliche Neuorientierung“ ist meist besser als eine leere Zeit. Mehr dazu
Darf ich Krankheit verschweigen?
Ja. Gesundheitliche Details sind privat. Eine allgemeine Angabe wie „Auszeit aus gesundheitlichen Gründen (abgeschlossen)“ oder „Persönliche Auszeit“ genügt. Mehr dazu
Zählt ein Minijob als Füller für eine Lücke?
Ja, wenn er die Zeit abdeckt. Er muss nicht zur Stelle passen; eine Zeile mit Zeitraum und Tätigkeit reicht. Mehr dazu
Brauche ich ein Kurzprofil?
Es ist freiwillig. Sinnvoll ist es bei mehreren Jahren Berufserfahrung, bei einem Quereinstieg und wenn der Werdegang nicht auf den ersten Blick zur Stelle passt. Mehr dazu
Schreibe ich das Kurzprofil in der Ich-Form?
Beides ist üblich. Wichtig ist, dass du dabei bleibst. Die Ich-Form wirkt persönlicher, Stichworte ohne Subjekt wirken knapper. Mehr dazu
Wie heißt der Abschnitt mit dem Kurzprofil?
Üblich sind „Profil“, „Kurzprofil“ oder „Über mich“. Für Bewerbermanagement-Systeme ist „Profil“ eine sichere Wahl. Mehr dazu
Ist der Lebenslauf-Editor wirklich kostenlos?
Ja. Es gibt keine kostenpflichtige Version, keine Anmeldung und keine Werbung. Der PDF-Download ist ohne Wasserzeichen. Mehr dazu
Kann ich den Lebenslauf später weiterbearbeiten?
Ja. Der Browser speichert deine Entwürfe auf deinem Gerät. Du kannst mehrere Lebensläufe anlegen, zum Beispiel einen je Stelle, und sie als Datei sichern. Mehr dazu
Funktioniert das auf dem Handy?
Ja. Auf schmalen Bildschirmen wechselst du mit einem Knopf zwischen Bearbeiten und Vorschau. Für längere Texte ist ein Rechner bequemer. Mehr dazu
Einzelne Angaben
Ist ein Foto Pflicht?
Nein. Kein Gesetz schreibt ein Foto vor. Das AGG soll Benachteiligungen verhindern; deshalb verlangen viele Arbeitgeber keins mehr, und Bewerbungen ohne Foto sind ausdrücklich in Ordnung. Mehr dazu
Darf ein Arbeitgeber ein Foto verlangen?
Eine Bitte um ein Foto ist nicht verboten, kann aber ein Indiz für eine Benachteiligung sein. Deshalb verzichten die meisten Arbeitgeber darauf. Du darfst auch ohne Foto bewerben. Mehr dazu
Kommt das Foto auch aufs Anschreiben?
Normalerweise nicht. Im Anschreiben-Editor ist es deshalb standardmäßig aus und lässt sich bei Bedarf einschalten. Mehr dazu
Muss ein Foto dabei sein, wenn die Anzeige nichts sagt?
Nein. Ohne ausdrückliche Bitte ist ein Foto freiwillig. Im öffentlichen Dienst und bei vielen großen Unternehmen sind Bewerbungen ohne Foto ausdrücklich erwünscht. Mehr dazu
Ist ein KI-bearbeitetes Foto in Ordnung?
Leichte Korrekturen von Licht und Hintergrund sind üblich. Ein Bild, das dich deutlich anders zeigt als im Gespräch, wirkt dagegen schnell unehrlich. Mehr dazu
Muss ich den Lebenslauf unterschreiben?
Nein, eine Unterschrift ist nicht vorgeschrieben. Sie ist aber noch verbreitet und bestätigt, dass die Angaben von dir stammen und aktuell sind. Im öffentlichen Dienst und bei klassischen Arbeitgebern wird sie häufiger erwartet. Mehr dazu
Wohin gehören Ort, Datum und Unterschrift?
Ans Ende des Lebenslaufs, linksbündig: zuerst Ort und Datum in einer Zeile („Köln, 27.10.2026“), darunter die Unterschrift, darunter optional der Name in Druckschrift. Mehr dazu
Kommt die Unterschrift über oder unter das Datum?
Üblich ist erst Ort und Datum, darunter die Unterschrift. Manche setzen Ort und Datum links und die Unterschrift rechts in dieselbe Höhe; beides ist in Ordnung, solange es einheitlich ist. Mehr dazu
Unterschreibe ich mit Vor- und Nachnamen?
Ja, mit deiner normalen Unterschrift. Ist sie schwer lesbar, steht der Name darunter in Druckschrift. Mehr dazu
Was heißt „verhandlungssicher“?
Dass du in der Sprache auch schwierige Gespräche führen und Verträge besprechen kannst. Das entspricht etwa C1 bis C2. Mehr dazu
Gebe ich Deutsch als Muttersprache an?
Ja, besonders wenn du weitere Sprachen nennst. Es ordnet die übrigen Angaben ein und schadet nie. Mehr dazu
Gehören Schulkenntnisse wie Latein dazu?
Latinum oder Graecum ja, wenn sie für die Stelle relevant sein können (etwa Medizin, Recht, Geisteswissenschaften). Wenige Jahre Schulfranzösisch ohne Praxis eher als „Grundkenntnisse (A2)“. Mehr dazu
Gehören Hobbys in den Lebenslauf?
Freiwillig. Bei Schülern und Berufseinsteigern helfen sie oft, weil sie Fähigkeiten zeigen. Bei erfahrenen Fachkräften sind sie entbehrlich, wenn der Platz knapp ist. Mehr dazu
Wie viele Hobbys sollte ich nennen?
Zwei bis vier. Eine einzelne Zeile am Ende des Lebenslaufs reicht. Mehr dazu
Ist Fitnessstudio ein gutes Hobby für den Lebenslauf?
Es ist neutral. Konkreter und damit interessanter ist etwa „Laufen (Halbmarathon)“ oder „Klettern im Verein“. Mehr dazu
Besondere Fälle
Muss die Grundschule in den Lebenslauf?
Bei Schülern kann sie als kurze Zeile stehen, damit der Werdegang lückenlos ist. Ab dem Schulabschluss lässt man sie weg. Mehr dazu
Wie lang ist ein Schüler-Lebenslauf?
Eine Seite. Mehr Inhalt hat in diesem Alter kaum jemand, und es wird auch nicht erwartet. Mehr dazu
Was ist der Unterschied zwischen CV und Résumé?
In den USA ist das Résumé die kurze Fassung (meist eine Seite), der CV eine lange akademische Fassung. In Großbritannien und Europa heißt der normale Lebenslauf CV. Mehr dazu
Nutze ich für internationale Firmen in Deutschland den Europass?
Nur wenn es verlangt wird. Der Europass-Lebenslauf ist in der EU bekannt, wirkt aber recht formularhaft. Ein klarer, einspaltiger CV ist meist die bessere Wahl. Mehr dazu
Darf man …? Muss man …?
Was darf ich weglassen?
Du darfst weglassen, was für die Stelle keine Rolle spielt: kurze oder fachfremde Nebenjobs, sehr alte Stationen, private Angaben wie Kinder, Familienstand, Religion oder Geburtsdatum. Der Lebenslauf muss nicht vollständig, aber ehrlich sein. Mehr dazu
Was passiert, wenn ich lüge?
Falsche Angaben zu Abschlüssen, Qualifikationen oder Stationen können eine Anfechtung des Arbeitsvertrags wegen arglistiger Täuschung (§ 123 BGB) oder eine Kündigung rechtfertigen – auch noch nach Jahren. Bei erfundenen Titeln oder Zeugnissen drohen zusätzlich strafrechtliche Folgen. Mehr dazu
Darf ich einen Arbeitgeber im Lebenslauf verschweigen?
Wenn die Station kurz war und keine Lücke entsteht, ja. Entsteht dadurch eine Lücke, fällt das Weglassen auf; dann besser kurz angeben und im Gespräch erklären. Mehr dazu
Darf ich Abkürzungen verwenden?
Gängige ja (M.Sc., GmbH, IHK). Firmeninterne Abkürzungen und Projektnamen erklärst du besser oder lässt sie weg. Mehr dazu
Darf ich eine Probezeit-Kündigung weglassen?
Eine kurze Station in der Probezeit darfst du weglassen, wenn keine auffällige Lücke entsteht. Bei Nachfragen solltest du ehrlich antworten. Mehr dazu
Darf ich meine Bewerbung mit KI schreiben?
Ja. Es gibt kein Verbot, Bewerbungstexte mit KI zu entwerfen. Du bist aber für den Inhalt verantwortlich: Falsche oder übertriebene Angaben bleiben falsche Angaben, egal wer sie formuliert hat. Mehr dazu
Muss ich angeben, dass ich KI genutzt habe?
Eine allgemeine Pflicht gibt es nicht. Fragt ein Unternehmen ausdrücklich danach, antworte ehrlich. Mehr dazu
Können Bewerbermanagement-Systeme KI-Texte erkennen?
Manche Anbieter werben damit, zuverlässig ist das bisher nicht. Wichtiger ist, dass der Text konkret, korrekt und zur Stelle passend ist. Mehr dazu
Anschreiben
Brauche ich überhaupt noch ein Anschreiben?
Immer mehr Unternehmen verzichten darauf und fragen stattdessen einige Punkte im Online-Formular ab. Wenn eine Anzeige ein Anschreiben verlangt oder freistellt, lohnt es sich, gerade bei einem Quereinstieg. Mehr dazu
Was tun ohne Ansprechperson?
Erst suchen: Stellenanzeige, Karriereseite, Unternehmensprofil, ein kurzer Anruf. Findest du niemanden, ist „Sehr geehrte Damen und Herren,“ korrekt. Mehr dazu
Darf das Anschreiben im gleichen Design wie der Lebenslauf sein?
Ja, das wirkt einheitlich und professionell. Der Anschreiben-Editor übernimmt Vorlage, Farbe und Schrift aus dem Lebenslauf. Mehr dazu
Gehaltsvorstellung: wie angeben?
Als Bruttojahresgehalt, zum Beispiel „Meine Gehaltsvorstellung liegt bei 62.000 € brutto im Jahr.“ Eine enge Spanne ist möglich, die untere Grenze wird dann aber oft als Angebot genommen. Mehr dazu
Brutto oder netto?
Immer brutto. Netto hängt von Steuerklasse und Abzügen ab und ist für den Arbeitgeber nicht vergleichbar. Mehr dazu
Monats- oder Jahresgehalt?
Üblich ist das Jahresgehalt, weil Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld darin enthalten sind. Im Tarifbereich oder bei Ausbildungen ist das Monatsgehalt gängig. Mehr dazu
Was ist eine Initiativbewerbung?
Eine Bewerbung ohne konkrete Stellenanzeige, aus eigener Initiative. Du zeigst, welche Aufgabe du übernehmen könntest und warum gerade dieses Unternehmen. Mehr dazu
Lohnt sich eine Initiativbewerbung bei großen Konzernen?
Eher über deren Talentpool oder Initiativ-Formular. Bei kleinen und mittleren Unternehmen ist der direkte Weg meist erfolgreicher. Mehr dazu
Muss ich nachfassen?
Nach zwei bis drei Wochen ohne Antwort ist eine freundliche Nachfrage sinnvoll, siehe Seite zum Nachfragen. Mehr dazu
Wie lang ist ein Motivationsschreiben?
Ohne Vorgabe eine bis zwei Seiten. Viele Hochschulen und Stipendien geben eine Zeichenzahl vor; die gilt. Mehr dazu
Darf ich das Motivationsschreiben mit KI schreiben?
Als Hilfe ja, aber gerade hier zählt deine persönliche Geschichte. Austauschbare Texte fallen auf. Siehe Seite zur Bewerbung mit KI. Mehr dazu
Bewerbung verschicken
Welche Unterlagen gehören dazu?
Üblich sind Anschreiben, Lebenslauf und die wichtigsten Nachweise: Arbeitszeugnisse, Abschlusszeugnis der höchsten Qualifikation und für die Stelle relevante Zertifikate. Ein Deckblatt ist freiwillig. Mehr dazu
Was kommt zuerst: Anschreiben oder Lebenslauf?
Zuerst das Anschreiben, dann der Lebenslauf, dann die Nachweise. Ein Deckblatt käme vor das Anschreiben oder zwischen Anschreiben und Lebenslauf. Mehr dazu
Wie viele Zeugnisse muss ich beilegen?
Die Arbeitszeugnisse der letzten zwei bis drei Stationen und das Zeugnis des höchsten Abschlusses reichen meist. Ältere oder fachfremde Zeugnisse kannst du weglassen, solange die Anzeige nichts anderes verlangt. Mehr dazu
Muss ich ein Deckblatt beilegen?
Nein. Ein Deckblatt ist freiwillig und wird bei Online-Bewerbungen immer seltener genutzt. Wenn, dann schlicht mit Name, Stelle und Kontakt. Mehr dazu
Muss das Abiturzeugnis mit, wenn ich studiert habe?
Meist nicht. Mit Studienabschluss reicht dessen Zeugnis. Verlangt die Anzeige ausdrücklich alle Zeugnisse, legst du es bei. Mehr dazu
Reicht der Lebenslauf allein?
Wenn die Anzeige „nur Lebenslauf“ oder „ohne Anschreiben“ sagt, ja. Sonst gehören Anschreiben und Nachweise dazu. Mehr dazu
Was schreibe ich in die E-Mail?
Drei bis fünf Sätze: Anrede, auf welche Stelle du dich bewirbst, ein Satz zu deiner Eignung, Hinweis auf die Anlagen, Gruß mit vollständiger Signatur. Das eigentliche Anschreiben hängt als PDF an. Mehr dazu
Welcher Betreff ist richtig?
„Bewerbung als [Stellentitel aus der Anzeige]“, gegebenenfalls mit Kennziffer. So kann die Personalabteilung die E-Mail sofort zuordnen. Mehr dazu
Anhänge einzeln oder zusammen?
Am besten alles in einer PDF-Datei, höchstens drei Dateien (Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse). Gesamtgröße möglichst unter 5 MB, keine ZIP-Archive. Mehr dazu
Muss die Bewerbungs-E-Mail unterschrieben sein?
Eine handschriftliche Unterschrift in der E-Mail ist nicht nötig. Eine vollständige Signatur mit Name, Adresse und Telefonnummer gehört aber dazu. Die Unterschrift steht im angehängten Anschreiben. Mehr dazu
Kann ich das Anschreiben direkt in die E-Mail schreiben?
Das ist möglich, wenn die Anzeige es so wünscht oder ausdrücklich ein „kurzes Anschreiben“ verlangt. Üblicher ist ein kurzer E-Mail-Text plus Anschreiben als PDF. Mehr dazu
Wie groß darf die PDF sein?
Möglichst unter 5 MB für alles zusammen, besser 2 bis 3 MB. Viele Portale begrenzen die Größe je Datei. Mehr dazu
PDF oder Word?
PDF, sofern nichts anderes verlangt wird. Es sieht überall gleich aus und lässt sich nicht versehentlich ändern. Mehr dazu
Anhänge einzeln oder zusammen schicken?
Per E-Mail am besten alles in einer PDF-Datei, höchstens drei Dateien. In Portalen nutzt du die vorgesehenen Felder. Mehr auf der Seite „Bewerbung per E-Mail“. Mehr dazu
Soll ich die PDF mit Passwort schützen?
Nein. Ein Passwort verhindert, dass Bewerbermanagement-Systeme die Datei lesen, und nervt die Empfänger. Mehr dazu
Wie lange auf eine Antwort warten?
Rechne mit zwei bis vier Wochen bis zur ersten Rückmeldung, im öffentlichen Dienst und bei großen Unternehmen oft länger. Kommt nach zwei bis drei Wochen gar nichts, auch keine Eingangsbestätigung, darfst du nachfragen. Mehr dazu
Wie oft darf ich nachfragen?
In der Regel einmal, nach weiteren zwei bis drei Wochen ohne Antwort höchstens ein zweites Mal. Danach lieber andere Bewerbungen vorantreiben. Mehr dazu
Was bedeutet es, wenn keine Antwort kommt?
Oft nur, dass das Verfahren länger dauert oder intern stockt. Manche Unternehmen antworten Absagen leider gar nicht. Eine Nachfrage schafft Klarheit. Mehr dazu
Soll ich auf eine Absage antworten?
Nach einem Vorstellungsgespräch lohnt sich eine kurze, freundliche Antwort: Dank für das Gespräch, Bitte um kurzes Feedback, Interesse an künftigen Stellen. Auf eine Standard-Absage ohne Gespräch musst du nicht reagieren. Mehr dazu
Muss ein Unternehmen eine Absage begründen?
Nein. Viele verzichten aus rechtlicher Vorsicht auf Begründungen. Nach einem Gespräch geben manche auf Nachfrage dennoch hilfreiches Feedback. Mehr dazu
Darf ich mich nach einer Absage erneut bewerben?
Ja, auf andere Stellen jederzeit. Auf dieselbe Stelle nur, wenn sie neu ausgeschrieben wird und du inzwischen etwas Neues vorzuweisen hast. Mehr dazu
Vorstellungsgespräch und Gehalt
Welche Fragen stelle ich selbst?
Zwei bis drei echte Fragen zur Aufgabe, zum Team und zur Einarbeitung zeigen Interesse. Fragen nach Urlaub oder Homeoffice besser erst, wenn das Gegenüber sie anspricht oder es um die Zusage geht. Mehr dazu
Wie lange dauert ein Vorstellungsgespräch?
Meist 45 bis 60 Minuten. Zweite Gespräche, Fachgespräche oder ein Assessment-Center können mehrere Stunden dauern. Mehr dazu
Was ist meine größte Schwäche – was antworte ich?
Eine echte, nicht entscheidende Schwäche nennen und zeigen, wie du daran arbeitest. Details und Beispiele auf der Seite zu Stärken und Schwächen. Mehr dazu
Darf ich im Gespräch Notizen machen?
Ja. Kurze Notizen wirken interessiert. Ein Blick auf vorbereitete Fragen am Ende ist ebenfalls in Ordnung. Mehr dazu
Wie viele Schwächen soll ich nennen?
Eine reicht, wenn nicht ausdrücklich nach mehreren gefragt wird. Wichtiger als die Zahl ist, dass du zeigst, wie du daran arbeitest. Mehr dazu
Darf ich Stärken aus dem Privatleben nennen?
Ja, wenn sie zur Stelle passen, etwa Organisationstalent aus dem Vereinsvorstand. Ein Bezug zum Beruf sollte erkennbar sein. Mehr dazu
Welche Zahl nenne ich?
Eine konkrete Jahreszahl brutto, etwas über deinem Ziel, damit Raum für Verhandlung bleibt. Beim Wechsel sind etwa 5 bis 15 Prozent über dem bisherigen Gehalt üblich, bei mehr Verantwortung auch mehr. Mehr dazu
Wann spreche ich das Gehalt an?
Meist fragt das Unternehmen im ersten oder zweiten Gespräch. Wirst du nicht gefragt, sprich es spätestens an, bevor du ein Angebot annimmst. Mehr dazu
Was, wenn das Angebot zu niedrig ist?
Bedanke dich, nenne deine Zahl mit einer kurzen Begründung und frage, welcher Spielraum besteht. Bitte um Bedenkzeit, statt sofort abzulehnen oder zuzusagen. Mehr dazu
Neustart und Wechsel
Soll ich den Quereinstieg im Anschreiben erklären?
Ja, gleich am Anfang. Ein klarer Grund und erste Schritte (Kurs, Projekt, Nebentätigkeit) nehmen Bedenken vorweg. Mehr dazu
Muss ich weniger Gehalt verlangen?
Nicht zwingend. Realistisch ist oft ein Einstieg zwischen Berufsanfänger- und Erfahrenengehalt, je nachdem, wie viel Erfahrung übertragbar ist. Mehr dazu
Was sagt das Gesetz zu Altersdiskriminierung?
Das AGG verbietet Benachteiligungen wegen des Alters. Ausnahmen müssen sachlich gerechtfertigt sein (§ 10 AGG). Wer wegen seines Alters abgelehnt wird, kann Entschädigung verlangen und muss den Anspruch innerhalb von zwei Monaten schriftlich geltend machen (§ 15 AGG). Mehr dazu
Muss ich mein Alter im Lebenslauf angeben?
Nein. Das Geburtsdatum ist freiwillig. Aus dem Werdegang lässt sich das Alter oft ablesen, das ist aber kein Grund, Stationen zu verschweigen. Mehr dazu
Welche Zeugnisse lege ich mit 50 bei?
Die Arbeitszeugnisse der letzten zwei bis drei Arbeitgeber und den höchsten Abschluss. Sehr alte Schul- und Ausbildungszeugnisse kannst du weglassen. Mehr dazu