Glossar: Begriffe rund um die Bewerbung
Die wichtigsten Begriffe rund um Lebenslauf, Anschreiben und Vorstellungsgespräch, jeweils in ein, zwei Sätzen erklärt und mit Link zur ausführlichen Seite.
- AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz)
- Gesetz gegen Benachteiligungen unter anderem wegen Alters, Geschlechts, Herkunft, Religion, Behinderung oder sexueller Identität – auch im Bewerbungsverfahren. Deshalb sind Foto, Geburtsdatum und Familienstand im Lebenslauf freiwillig. Mehr: Foto im Lebenslauf: ja oder nein?
- Anlagen
- Die Unterlagen, die dem Anschreiben beiliegen, etwa Lebenslauf und Zeugnisse. Sie werden am Ende des Anschreibens unter „Anlagen“ aufgezählt. Mehr: Was gehört in eine Bewerbung – und in welcher Reihenfolge?
- Anschreiben
- Brief, der erklärt, warum du zur Stelle und das Unternehmen zu dir passt. Meist eine Seite, aufgebaut nach DIN 5008. Mehr: Anschreiben richtig aufbauen
- Antichronologisch
- Reihenfolge im Lebenslauf, bei der die neueste Station oben steht und ältere darunter folgen. In Deutschland Standard. Mehr: Lebenslauf richtig aufbauen: Reihenfolge und Inhalte
- Arbeitszeugnis
- Beurteilung des Arbeitgebers zum Ende eines Arbeitsverhältnisses. Ein einfaches Zeugnis nennt Art und Dauer der Tätigkeit, ein qualifiziertes beurteilt zusätzlich Leistung und Verhalten. Mehr: Was gehört in eine Bewerbung – und in welcher Reihenfolge?
- Assessment-Center
- Auswahlverfahren mit mehreren Übungen wie Gruppendiskussion, Präsentation oder Rollenspiel, meist über einen halben oder ganzen Tag. Mehr: Vorstellungsgespräch: die häufigsten Fragen und gute Antworten
- ATS (Applicant Tracking System)
- Bewerbermanagement-System, das Bewerbungen einliest, den Text aus den Dateien zieht und durchsuchbar macht. Ein ATS-konformer Lebenslauf ist ein PDF mit echtem Text, klarer Gliederung und Standard-Überschriften. Mehr: ATS-konformer Lebenslauf: so kommt er durch Bewerbermanagement-Systeme
- Bewerbermanagement-System
- Deutscher Begriff für ATS. Mehr: ATS-konformer Lebenslauf: so kommt er durch Bewerbermanagement-Systeme
- CV (Curriculum Vitae)
- Lateinisch für „Lebenslauf“. Im Englischen der übliche Begriff für einen Lebenslauf; in den USA heißt die kurze Fassung „Résumé“. Mehr: Lebenslauf auf Englisch: CV und Résumé
- DIN 5008
- Deutsche Norm für die Gestaltung von Geschäftsbriefen. Sie dient als Orientierung für Anschreiben: Briefkopf, Anschrift, Datum, Betreff, Anrede, Grußformel, Anlagen. Mehr: Anschreiben richtig aufbauen
- Eingangsbestätigung
- Kurze Nachricht des Unternehmens, dass die Bewerbung angekommen ist. Fehlt sie nach zwei bis drei Wochen, darfst du nachfragen. Mehr: Nach der Bewerbung nachfragen: wann, wie und mit welchen Worten
- Europass
- Von der EU angebotenes Lebenslauf-Format und Portal. In Deutschland eher bei internationalen Bewerbungen oder auf Wunsch üblich. Mehr: Lebenslauf auf Englisch: CV und Résumé
- GER (Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen)
- Skala für Sprachkenntnisse von A1 (Anfänger) bis C2 (nahezu muttersprachlich). Im Lebenslauf die klarste Art, Sprachniveaus anzugeben. Mehr: Sprachkenntnisse im Lebenslauf richtig angeben
- Gehaltsvorstellung
- Das Gehalt, das du dir für die Stelle wünschst, angegeben als Bruttojahresgehalt. Nur nennen, wenn die Anzeige danach fragt oder im Gespräch. Mehr: Gehalt verhandeln im Vorstellungsgespräch und beim neuen Job
- Initiativbewerbung
- Bewerbung ohne ausgeschriebene Stelle, aus eigener Initiative, mit einem konkreten Vorschlag, welche Aufgabe du übernehmen könntest. Mehr: Initiativbewerbung: sich ohne Stellenanzeige bewerben
- Kündigungsfrist
- Zeit zwischen Kündigung und Ende des Arbeitsverhältnisses. Gesetzlich gilt für Arbeitnehmer eine Grundfrist von vier Wochen zum 15. oder zum Monatsende, in der Probezeit zwei Wochen (§ 622 BGB); Verträge und Tarifverträge regeln oft längere Fristen. Mehr: Gehaltsvorstellung und Eintrittstermin im Anschreiben formulieren
- Kurzprofil
- Zwei bis vier Sätze oben im Lebenslauf, die zusammenfassen, wer du beruflich bist und was du suchst. Mehr: Kurzprofil im Lebenslauf: so schreibst du die ersten Sätze
- Lücke im Lebenslauf
- Zeitraum von mehr als etwa drei Monaten ohne Station. Er sollte mit einer kurzen, neutralen Angabe erklärt werden. Mehr: Lücken im Lebenslauf: ehrlich erklären statt verstecken
- Motivationsschreiben
- Schreiben, das ausführlicher als ein Anschreiben deine Beweggründe und Ziele erklärt, vor allem für Studium, Stipendium oder Ausbildung. Mehr: Motivationsschreiben: Aufbau, Beispiele und Unterschied zum Anschreiben
- Probezeit
- Die ersten Monate eines Arbeitsverhältnisses, höchstens sechs, mit verkürzter Kündigungsfrist von zwei Wochen. Mehr: Gehalt verhandeln im Vorstellungsgespräch und beim neuen Job
- Quereinsteiger
- Person, die in einen Beruf wechselt, für den sie keine klassische Ausbildung hat, und übertragbare Erfahrung mitbringt. Mehr: Bewerbung als Quereinsteiger: so überzeugst du ohne passende Ausbildung
- STAR-Methode
- Antwortschema für Vorstellungsgespräche: Situation, Aufgabe (Task), Handlung (Action), Ergebnis (Result). Hilft, Erfahrungen kurz und konkret zu erzählen. Mehr: Vorstellungsgespräch: die häufigsten Fragen und gute Antworten
- Tabellarischer Lebenslauf
- In Deutschland übliche Form des Lebenslaufs: Stationen in Zeilen mit Zeitraum links und Angaben rechts, gegliedert in Abschnitte. Mehr: Lebenslauf richtig aufbauen: Reihenfolge und Inhalte